Diskussion um Regulierung von Kryptowährungen in der EU laufen an - Elexer

Diskussion um Regulierung von Kryptowährungen in der EU laufen an

Ein Mal pro Ratspräsidentschaft wird in dem Land, welches den EU-Ratspräsidenten stellt, ein informelles Treffen der Wirtschafts- und Finanzminister der europäischen Union abgehalten – eine Versammlung des sogenannten „Ecofin“. Dieses Jahr war es wieder der Fall. Am 07. und 08. September 2018 kamen die Minister in Wien zusammen, wo sie unter anderem die Zukunft von Kryptowährungen im europäischen Wirtschaftsraum besprechen.

Fokus auf dem ersten Tag

Die aufgrund der Ratspräsidentschaft des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz in Wien stattfindende Versammlung beschäftigte sich am ersten Tag nebst der EZB und dem Leitzins ebenfalls mit Krypto-Investments, weshalb dieser Tag für die Kryptoszene von sehr hohem Interesse war. Thematisiert wurden Chancen und Risiken von Kryptowährungen.

Gekommen, um zu bleiben

Valdis Dombrovski, Vizepräsident der Europäischen Komission, stellte auf der anschließenden Pressekonferenz fest, dass der Kryptobereich nicht nur ein Trend und ein kurzlebiges Phänomen ist – trotz der aktuellen Marktlage. “Wir sehen, dass Krypto-Assets gekommen sind, um zu bleiben. Trotz der jüngsten Turbulenzen wird dieser Markt weiter wachsen”, sagte er, sichtlich offen für den Kryptomarkt. In seinem Fazit hebt er die Möglichkeiten, die ICOs bieten, heraus und konzentriert sich nicht ausschließlich auf die bisher bestehenden Risiken.

ICOs hätten das Potential einer alternativen Finanzierung, es seien bereits 2017 rund sechs Milliarden US-Dollar per ICO gesammelt worden – für dieses Jahr prognostiziert Dombrovski eine größere Zahl. Simultan sehe er jedoch weiterhin die Probleme wie die mangelnde Transparenz und die dadurch bedingten Risiken im Bezug auf Investitionsschutz und Marktintegrität.

Lösungsansätze bis 2019

Die bei Kryptowährungen oftmals thematisierten Probleme in Hinblick auf Möglichkeiten der Geldwäsche, des Hackings und des allgemeinen Betrugs beunruhigen die Regulatoren weiterhin. Als Lösungsansatz werde man die Entwicklung beobachten und international – auf G20-Ebene – mit Behörden Rücksprache halten.

Bei der Klassifizierung der digitalen Assets ist man sich ebenfalls noch uneinig. Die Frage, ob man dies unter geltendem EU-Recht verwalten könne oder neuer Regelungen bedarf ist noch unklar. Dies möchten die Minister bis Ende 2018 klären. Sie arbeiteten gemeinsam mit EU-Aufsichtsbehörden an der regulatorischen Klassifizierung der Assets, deren Notwendigkeit von vielen Mitgliedsstaaten befürwortet wurde. Durch diese Zusammensetzung sei es möglich, bereits in diesem Jahr die Bewertung zu beenden, sodass 2019 auf dieser Basis die nächsten Schritte bestimmt werden können. Laut Dombrovski könne man aber die Anti-Geldwäsche-Gesetzgebung, sowie die Gesetze zur Unterbindung von Terrorismusfinanzierung schon auf die Kryptobranche anwenden.

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