Venezuela führt die Dash-Kopie "Petro" als offizielles Zahlungsmittel ein - Elexer

Venezuela führt die Dash-Kopie „Petro“ als offizielles Zahlungsmittel ein

Die erste staatlich ausgegebene Kryptowährung weltweit. Am 1. Oktober 2018 gab der Präsident der sozialistischen Republik Venezuela Nicolás Manduro den Anstoß für die Währung. Der „Petro“ ist nun ein offizielles Zahlungsmittel des südamerikanischen Staates.

Neuerungen bei Petro

Der Petro existiert bereits seit Februar diesen Jahres, jedoch wurde der Coin stetig weiterentwickelt. Gegenüber Telesur, einem lateinamerikanischen TV-Sender, erklärte Maduro die Verbesserungen. Einerseits sei die Palette der Bodenschätze, welche den Wert des Petro decken, erweitert worden – nun ist das venezolanische Öl nicht die einzige Sicherung der Währung. Etwa die Hälfte der Sicherung ging von Öl auf Wertanlagen wie Gold, Eisen, und auch auf Diamanten über.

Maduro zeigte sich auf der Internetplattform Twitter zuversichtlich über den Zuwachs: „Jetzt wird unsere digitale Währung Petro noch stärker positioniert werden können, so dass sie einen bedeutenden Platz in der Wirtschaft unseres Landes und der Welt einnimmt.“

Der Petro sei, Maduro gegenüber Telesur zufolge, aktuell bei sechs der weltweit größten Exchanges erhältlich.

Aktualisiertes White-Paper

Die Aussagen Maduros lassen sich rasch mit dem aktualisierten White-Paper zu Petro in Verbindung bringen, welches kürzlich veröffentlicht wurde. Unter diesem Link ist bisher leider nur eine spanische Version erhältlich, jedoch fallen bei dieser bereits einige Dinge auf. Beispielsweise, dass sich der Petro systematisch stark an der bereits existenten Währung Dash orientiert. Insbesondere auffällig ist, dass neben dem Proof-Of-Work-Algorithmus auch das Masternode-System identisch ist. Der Ethereum-Entwickler Joey Zhou wies auf Twitter darauf hin, dass auch mehrere technische Illustrationen aus dem White-Paper von Dash kopiert wurden.

Schwarzmarkt für Fremdwährungen

Insbesondere vom neu erweckten Interesse der Regierung an Digitalwährungen profitieren bereits bekannte Coins. Der Petro war von der Regierung insoweit angedacht, dass er dem blühenden Devisen-Schwarzmarkt entgegenwirken sollte. Auf besagtem Schwarzmarkt wurde im letzten Zeitraum verstärkt mit Kryptowährungen gehandelt. Die Nachfrage nach Bitcoin und dessen Mining steigt an, trotz dessen, dass Mining in Venezuela unter Strafe verboten ist. Darauf lässt sich das Fazit ziehen, dass der Plan der Regierung bisher nicht aufging. Sie haben es bisher nicht geschafft, den Schwarzmarkt für Fremdwährung mit dem Petro zu unterbinden.

Fazit

Diese Situation lässt bereits Schlüsse zu. Die venezolanische Hyperinflation bestätigt, dass die Verbreitung des Bitcoin in Ländern mit nicht funktionierenden Währungsregimen wesentlich rascher vonstatten geht. Die Abwanderung in Venezuela wird jedoch weder durch den Petro, noch durch Bitcoin aufzuhalten sein.

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